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bassi
Anmeldungsdatum: 06.08.2007 Beiträge: 330 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 16.09.2008 - 10:03 Titel: Arbeg Blasda Tasting Notizen |
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Hallo Forum,
gestern habe ich eine Flasche vom neuen Blasda erstanden, noch im Shop probiert, und Abends einer ausgiebigen Verköstigung zugeführt.
Hier meine Eindrücke:
Vorweg, Arbeg gibt den Phenolgehalt mit 8ppm an, was bekanntlich sehr wenig ist für einen Ardbeg.
Flasche:
Hier haben die Marketing Experten ganze Arbeit geleistet. Die Flasche kommt dieses Mal durchsichtig daher. Auf den ersten Blick kommt es einem vor wie wenn man eine von diesen "stylishen" Light-Ami-Bier Flaschen (z.B. Becks Gold, Miller Light...) neben einer "richtigen" Bierflasche stehen sieht. Man bekommt schon direkt den Eindruck dass es sich hier nicht um einen gewöhnlichen Ardbeg handelt sondern um was "leichtes". Schöner Marketing Trick!
So sieht auch die Farbe aus: Hell, strohig.
Der erste Geruchs-Eindruck:
Ja, trotzdem ein typischer Ardbeg. Auch ohne Rauch, aber noch deutlich mit Torf. Die Herkunft kann er meiner Meinung nach nicht leugnen.
In der Nase weiterhin deutlich florale Noten, süss, nach Vanillebonbon.
Nach etwa einer Stunde lässt der Geruch deutlich nach und ich hatte Mühe im Nosingglas die letzten Schlucke noch richtig mit der Nase wahrzunehmen. Ich musste die Nase richtig weit ins Glas halten um die Noten noch deutlich zu riechen. Ich hatte etwas das Gefühl dass er sein "Geruchspulver" am Anfang verschossen hatte
Als ich heute Morgen noch mal an dem Glas gerochen hatte, war ich allerdings überrascht wieviel von dem Torfgeruch noch im Glas war...
Geschmack:
Wie schon erwartet, fast kein Rauch aber immer noch deutlich Torf. Meiner Meinung nach unverkennbar ein Ardbeg. Angenehm süss, aber nicht diese "schwere" Sherrysüsse. Eher nach Schokoladen-Limetten-Toffee, Vanille-Sahne-Bonbon.
Kennt jemand von Euch "Luxemburgerli"? Die gibt es nur in der Schweiz von Sprüngli (sehen aus wie kleine Hamburger, oben und unten eine Baiser Schicht und in der Mitte Buttercreme). Da gibt es mehrere Geschmackstichtungen. Der Geschmack von Blasda erinnerte mich an eine Mischung aus Vanille, Schoko und Citron. Das ganze zubereitet auf eier frisch gemähten Blumenwiese. Vielleicht hab ich mir das nur eingebildet, aber ich hatte im Hintergrund leicht diesen Lavendel-Geschmack von einigen Bowmores.
Aber alles in allem sehr frisch und irgendwie munter prickelnd.
Hatte den Eindruck eines Sommerwhiskys, auch wenn es hier gerade A... kalt ist.
Mein Fazit
Ich finde ihn sehr lecker und einen wunderbar gelungenen Kompromiss wenn man auf diesen Typischen Ardbeg-Geschmack steht aber kein Lagerfeuer im Glas haben will.
Ich werde Ihn demnächst mal parallel mit den anderen Ardbegs verkosten und bin gespannt auf den direkten Vergleich.
Ach ja, mit 83 CHF (ca. 51 EUR) finde ich den Preis noch erschwinglich respektive Preis/Leistung OK. Ich hoffe sehr dass er nicht wieder zum Sammlerobjekt verkommt und man für den Nachkauf einen Kredit aufnehmen muss...
Ich kann den Blasda für jeden Ardbeg Fan empfehlen, aber auch den Liebhabern fruchtiger, leichter Whiskys, die auf die torfige Note nicht verzichten wollen kann ich den Blasda ans Herz legen.
Grüsse aus dem Kühlschrank Schweiz
vom Bassi |
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LoQ123
Anmeldungsdatum: 14.03.2007 Beiträge: 4914 Wohnort: Dramstadt
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Verfasst am: 16.09.2008 - 12:11 Titel: |
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Danke für deine ausführliche Beschreibung bassi, ich freu mich jetzt noch mehr auf mein Sample, denn mehr wird es erst einmal nicht. Sollte dann schon die Verknappung und der Ibäh-hype eingesetzt haben, schmunzel ich entweder und versteh es mal wieder nicht (siehe Corryvreckan), oder schmunzel ich, weil ich ihn zumindest erlebt habe . _________________ Grüße aus der  |
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Schorsch666
Anmeldungsdatum: 07.12.2004 Beiträge: 685 Wohnort: Remscheid
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Verfasst am: 17.09.2008 - 10:02 Titel: Re: Arbeg Blasda Tasting Notizen |
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| bassi hat Folgendes geschrieben: |
Vielleicht hab ich mir das nur eingebildet, aber ich hatte im Hintergrund leicht diesen Lavendel-Geschmack von einigen Bowmores. |
Ich hoffe sehr, daß Du Dir dies nur eingebildet hast....  _________________ I Salute You
Schorsch
Hell Ain´t A Bad Place To Be |
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odinnord Gast
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Verfasst am: 17.09.2008 - 20:58 Titel: |
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| ic hhoffe das GEgenteil, diesen hintergründigen GEschmack fand ich bei Bowmore sehr gut. Scharr-mit-den-Hufen-ungeduldig-auf-das-Sample-wartend.-.... |
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michael2005
Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 301 Wohnort: Fluterschen / Ww
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Verfasst am: 18.09.2008 - 10:15 Titel: |
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Hallo,
klingt wirklich interessant, so ein wenig rauchiger Ardbeg.
Nach dieser guten Beschreibung und da ich Ardbeg eh sehr gerne mag,
könnte der Tropfen einen Versuch wert sein.
Gruss
Michael |
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Horst_S
Anmeldungsdatum: 07.05.2004 Beiträge: 6639 Wohnort: The Whisky Store in Seeshaupt
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Steffen_Z Gast
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Verfasst am: 26.09.2008 - 14:48 Titel: |
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Hallo zusammen,
nachdem wir nach einem vergeblichen Anlauf im vergangenen Jahr in diesem Jahr nun endlich (letzte Woche) auch auf Islay waren, habe ich am vergangenen Dienstag den Ardbeg Blasda in der Distillerie verkostet und kann die Tasting-Notizen von Bassi im wesentlichen bestätigen. Trotz (oder wegen?) "nur" 8 ppm Phenolgehalt auch für mich ein Ardbeg. Ich habe mir auch eine Flasche mitgenommen, weil bis dato unbekannt.
Ob das nun Hype ist oder nicht, soll mir dabei egal sein. Der Preis war aber angesichts des derzeitigen Wechselkurses GBP - € mit exakt GBP 40,- offenbar doch okay.
Mal sehen, ob das jetzt so stehen bleibt . . .
Viele Grüße - Steffen |
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nightlight
Anmeldungsdatum: 27.05.2006 Beiträge: 136 Wohnort: Sinzig
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Verfasst am: 30.09.2008 - 23:27 Titel: Re: Arbeg Blasda Tasting Notizen |
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| bassi hat Folgendes geschrieben: | | Vielleicht hab ich mir das nur eingebildet, aber ich hatte im Hintergrund leicht diesen Lavendel-Geschmack von einigen Bowmores. |
Ist ja grauselig Muß man das wirklich haben, nur weil Ardbeg drauf steht ?
Nightlight _________________ http://me-c.org |
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bassi
Anmeldungsdatum: 06.08.2007 Beiträge: 330 Wohnort: Zürich
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Verfasst am: 01.10.2008 - 09:57 Titel: |
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| Zitat: | Ist ja grauselig Muß man das wirklich haben, nur weil Ardbeg drauf steht ? |
es zwingt Dich keiner Ihn zu trinken. |
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bäbo
Anmeldungsdatum: 22.01.2007 Beiträge: 761 Wohnort: Bäbenga
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Verfasst am: 01.10.2008 - 22:54 Titel: |
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Ich bin wirklich sehr gespannt ... ich werde dann mit meinem Whisky-Spezl ein umfangreiches Ardbeg-Tasting durchführen (Bericht folgt):
- Ardbeg 10y
- Ardbeg 16y
- Ardbeg Renaissance
- Ardbeg Uigeadail
- Ardbeg Blasda
- Ardbeg LOTI
... bin sehr gespannt  _________________ SLAINTE!
bäbo |
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Walter D.
Anmeldungsdatum: 19.07.2006 Beiträge: 224 Wohnort: Essen
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Verfasst am: 09.10.2008 - 09:52 Titel: |
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Auch ich habe gestern ein Sample vom "Blasda" im Glas gehabt.
Für mich ist diese Kreation kein bemerkenswerter und schon gar kein leckerer Whisky.
Die 40% fallen mir auch bei dieser Abfüllung unangenehm auf.
Dem Whisky fehlt Öligkeit und Fülle im Mund.
Wer einen Ardbeg mal ganz ohne Torfrauch erwartet hat, wird auch enttäuscht: Der Rauch ist deutlich wahrnehmbar (gefühlte Laphi 10- oder Bowmore-Stärke), hilft dem Ganzen aber auch nicht weiter.
Ein junger, flacher Islay-Whisky halt...
Vielleicht eine schöne Pulle??
Liebe Grüße |
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Caomhghin
Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 96
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Verfasst am: 09.10.2008 - 20:39 Titel: |
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Ich finde den Blasda durchaus trinkbar.
Besonders die Nase mit frischem Torf und süßem Malzzucker ist erfreulich.
Im Mund ist er dann aber auch mir zu flach und zu langweilig. Im Abgang zeigt sich dann durch ein alkoholisches Nachglühen, dass der Whisky ziemlich jung sein muss.
Den Preis des Blasda finde ich aber unverschämt! Er ist dem Ardbeg Ten in jeder Hinsicht deutlich unterlegen und müsste meines Erachtens weniger als ein Laphroaig 10 - also maximal so um die 25 Euro - kosten.
Fazit: Preis-Leistungs-Verhältnis - ungenügend! |
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Marko_I
Anmeldungsdatum: 11.01.2006 Beiträge: 750 Wohnort: Autonome Gebirgsrepublik Thüringen
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Verfasst am: 09.10.2008 - 21:41 Titel: |
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| Caomhghin hat Folgendes geschrieben: |
Den Preis des Blasda finde ich aber unverschämt! Er ist dem Ardbeg Ten in jeder Hinsicht deutlich unterlegen und müsste meines Erachtens weniger als ein Laphroaig 10 - also maximal so um die 25 Euro - kosten.
Fazit: Preis-Leistungs-Verhältnis - ungenügend! |
Und - so blöd das klingen mag - das soll es wohl für viele Leute auch sein.
Hier hat Horst letztens seine Gedanken zum Zustandekommen diverse Abfüllungen geäußert:
http://www.forum.thewhiskystore.de/viewtopic.php?t=4688&start=0
Wenn das sachlich korrekt ist - was ich annehme - finde ich die Preispolitik vernünftig und verständlich: Ardbeg hat eine gewisse, begrenzte Anzahl dieser Fässer in verkaufsfähigem Alter und durch diverse begrenzte Abfüllungen der letzten Zeit sehr gute Vorstellungen, was der Markt hergibt. Dann können sie recht einfach den Preis so (nach oben) optimieren, daß die begrenzte Mege für eine längere Zeit Zeit (2-3Jahre?) auf dem Markt vorhält und auch jeder, der wirklich diesen speziellen Whisky haben und trinken oder sammeln möchte, die Gelegenheit hat, eine zu diesem offiziellen Preis zu erwerben.
Jeder geringere Preis hätte doch den Effekt, daß erst von wenigen gehamstert wird, dann ist "offiziell" der Markt leer, dann machen Spekulanten den Reibach auf Kosten derer, die tatsächlich interessiert und den von Ardbeg verlangten oder höheren Preis zu zahlen bereit sind.
Dann ist mir doch eine gewisse Verfügbarkeit und das Verbleiben der möglichst großen Gewinnspanne bei Ardbeg lieber.
Nein, ich muß ihn nicht haben, aber es gibt einige Whiskys in ähnlicher Situation, für die ich durchaus bereit war und bin, einen (IMO angemessen) hohen "Standardpreis" zu zahlen, und auch für den Blasda wird es diese Leute geben -> Preis gerechtfertigt. |
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guycalledfrank
Anmeldungsdatum: 06.11.2007 Beiträge: 655 Wohnort: Potsdam
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Verfasst am: 09.10.2008 - 22:31 Titel: |
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| Caomhghin hat Folgendes geschrieben: | | Preis-Leistungs-Verhältnis | Welche Leistung außer das ganz persönliche Wohlgefallen sollte denn noch berücksichtigt werden?
Ich werd´ den Blasda demnächst mal probieren, erwarte aber, daß das weniger mein Fall ist...aber mal sehn´...
Gruß
Frank |
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TheWhistler
Anmeldungsdatum: 04.08.2008 Beiträge: 233 Wohnort: RE
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Verfasst am: 10.10.2008 - 00:55 Titel: |
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Ich hatte heute auch die Gelegenheit diesen „leichten“ Ardbeg zu probieren.
Es war mein erster Ardbeg überhaupt und ich also ziemlich gespannt.
In der Nase durchaus rauchig, sogar viel mehr als ich erwartet hatte, und leicht ... süßlich. Vielleicht etwas Vanille mit leichten Fruchtaromen. Das Rauchige verliert sich dann aber relativ schnell im Glas.
Im Geschmack leicht süße Fruchtaromen, die aber nicht besonders lange vorhalten und etwas trocken enden. Schmeckt schon sehr weich (flach), mehr % vol. hätten bestimmt nicht geschadet.
Abgang ist kaum vorhanden, sehr kurz.
Da ist aber ganz schön viel „leicht, weich, wenig“ und so drin.
Auf jeden Fall viel zu teuer für sein Alter. Kann die Beschreibung der Vorredner durchaus unterschreiben.
Gruß
Ralf _________________ Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
(Albert Einstein) |
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